Auch wenn es in den Savannen teilweise nur wirklich wenige Bäume gibt, so haben sie doch sehr wichtige Funktionen: Für den Gemüseanbau sind sie unentbehrlich, denn sie spenden den Schatten für die kleinen Setzlinge und halten den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft relativ hoch.

Ohne die Bäume würde es in der Trockenzeit zu einem dramatischen Absinken des Grundwasserspiegels kommen. Die Wurzeln der Bäume verhindern dies aber, indem sie das Wasser nach oben ziehen. Außerdem verhindern Bäume und Sträucher die Desertifikation (Wüstenausbreitung), da sie den Boden festhalten. Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass es in der Sahelzone in einigen Regionen weder Strom, noch Gas oder Kohle gibt. Wie kochen die Menschen also? Der Hirsebrei wird auf dem offenen Feuer zubereitet, wozu natürlich Holz benötigt wird. So kommt es, dass in einigen Gegenden gar keine Bäume mehr stehen. Die Menschen haben sich eine tolle Alternative zum offenen Feuer überlegt. Sie bauen sich energiesparende Lehmöfen. Diese reduzieren den Holzbedarf erheblich. Zusätzlich werden neue Bäume gepflanzt, diese müssen allerdings auch gepflegt, gewässert und vor den Ziegen geschützt werden, ansonsten ist die Ausbreitung der Wüste nicht aufzuhalten.