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Ursachen der zunehmenden Erosion

Als Savannen bezeichnet man Graslandschaften in der subtropischen Zone, die von Bäumen und Gehölzen durchsetzt sind. Man unterscheidet die Feuchtsavanne, die Trockensavanne und die Dornstrauchsavanne. In der Feuchtsavanne (im Süden der Sahelzone) werden die Gräser über zwei Meter hoch, wohingegen in der Dornstrauchsavanne (im Norden der Sahelzone) die Gräser lediglich einige Zentimeter hoch werden.

Diese sind extrem wichtig, denn sie halten den Boden fest zusammen. Auch bei uns in Deutschland hat der Rasen im Garten oder das Gras auf den Wiesen ein sehr dichtes Wurzelwerk. Es liegt wie ein Netz über der obersten (fruchtbarsten) Bodenschicht, in die das Regenwasser sickert und wo es von den Wurzeln aufgesogen wird. Auch bei uns werden die Gräser in langen Trockenzeiten gelb, doch die Wurzeln bleiben erhalten, und wenn es wieder anfängt zu regnen, werden die Gräser dementsprechend wieder grün. Das Leben kehrt zurück. Will man ein Hirsefeld anlegen, muss man jedoch alle Gräser mitsamt den Wurzeln entfernen, denn die Hirse benötigt viel Wasser zum Keimen und Wachsen. Nach der Ernte bleiben die Hirsestängel auf den Feldern zurück und sterben ab. Eine Schutzschicht vor Sonne und Wind fehlt dem Boden nun völlig, sodass er stark austrocknet. Wenn die Regenzeit einsetzt ist der Boden deshalb oft hart wie Beton und das Regenwasser, welches meist in großen Mengen herabstürzt, kann nicht ausreichend schnell in den Boden einsickern. Es fließt oberhalb des Bodens ab und schwemmt die fruchtbare Erde mit weg. Wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals, kann es passieren, dass bald die gesamte Bodenschicht abgetragen wird. Diesen Vorgang nennt man Erosion

Maßnahmen gegen Erosion

Was tun die Menschen nun gegen Erosionen? Eine Maßnahme ist es, niedrige Steinwälle auf den Feldern anzulegen (siehe Foto). Diese Steinwälle werden parallel zur Hangneigung angelegt. Dadurch erhofft man sich, die vom Regel abgelösten Bodenschichten aufzuhalten. Eine weitere Maßnahme auf bereits zerstörten Anbauflächen ist das Anlegen halbmondförmiger Gräben, die von Dämmen begrenzt werden. Das Niederschlagswasser sammelt sich in den Gräben. Hier beginnt nun das Gras wieder zu wachsen. Hat sich ein kleiner Grasteppich gebildet, pflanzen die Menschen am Fuß der Dämme Akazien (Bäume). So gelingt es, wenn auch mühsam, kahle Flächen wieder grün und fruchtbar zu machen.