Die Trockenheit in der Sahelzone ist ein sehr großes Problem, denn sie dauert in einigen Regionen fast das ganze Jahr. Im Gegensatz dazu kommt es im Sommer stellenweise zu heftigen Gewittern.
Die Niederschlagsmengen sind in der Sahelzone sehr ungleich verteilt. Je weiter man sich nach Süden bewegt, desto höher wird der durchschnittliche Jahresniederschlag. In Timbuktu beträgt er lediglich 208 mm, wohingegen Bamako, die Hauptstadt Malis, einen Jahresniederschlag von 1000 mm aufweist, allerdings schwanken die Niederschlagssummen von Jahr zu Jahr. Betragen diese Schwankungen bis zu 15% vom Durchschnittswert, ist das durchaus normal. Besorgniserregend ist es aber, wenn der Wert um mehr als 30% nach unten abweicht, dann kann es zu Dürren kommen. Kommt es häufig zu solchen Niederschlagsausfällen, wird es bedrohlich für Mensch und Tier. <b>Angepasste Lebensweise</b> Wie kann man also in einer solchen Umgebung leben? Die Menschen haben in den vergangenen Jahrhunderten gelernt, sich an die Natur anzupassen. In Regionen, in denen es für den Ackerbau zu trocken ist, also am Südrand der Sahara, lebten die Menschen als Nomaden. Sie zogen mit ihren Herden von Weidefläche zu Weidefläche und folgten den Regenfällen in den Norden, denn diese ließen binnen kürzester Zeit das Gras wieder sprießen. Wenn die Trockenzeit einsetzte wanderten sie wieder in Richtung Süden. Aufgrund der großen Entfernungen konnte sich die Vegetation auf den Weideflächen in der Zwischenzeit erholen. Im Süden der Sahelzone kommt es grundsätzlich häufiger zu Regenfällen, weshalb hier Ackerbau und somit der Anbau des Grundnahrungsmittels Hirse möglich war. Da sie nun von ihrer Ernte leben konnten, mussten die Menschen nicht mehr als Nomaden umherziehen und wurden sesshaft. Einige von ihnen hielten zusätzlich Hühner oder Ziegen. Um auch in Dürrejahren zu überleben, wurde die überschüssige Hirse eingelagert.