Viele Karawanen zogen schon im Mittelalter durch die Sahelzone und tauschten mit den Nomaden ihre mitgebrachten Gewürze und andere Güter gegen Vieh und Hirse. Den Tauschhandel von damals gibt es nun nicht mehr. Heute werden die Waren verkauft. Die Menschen brauchen Geld für lebensnotwendige Dinge wie Nahrungsmittel und Brennholz. Welche Möglichkeiten haben die Menschen in der Sahelzone, um Geld zu verdienen?
Vergrößerung der Herden
Je mehr Tiere man hat, desto mehr kann man verkaufen, allerdings überweiden die Tiere die Weideflächen. Das Nahrungs- und Wasserangebot verringert sich durch die vielen Herden erheblich, das Vieh magert ab und erzielt beim Verkauf nur noch einen geringen Preis.
Abwanderung in die Stadt
Eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen, ist das Arbeiten in der Stadt. Viele, vor allem junge Männer, verlassen ihre Heimat, um in der Stadt eine besser bezahlte Arbeit zu finden. Mit dem Geld unterstützen sie ihre Familien.
Sammeln und Handeln mit Brennholz
Die Menschen in der Sahelzone kochen auf traditionelle Weise mit Feuer. Hierzu benötigen sie Brennmaterial. Früher sammelten die Frauen in mühevoller Arbeit abgestorbenes Holz für die Familie. Heute hingegen beziehen die Menschen das Brennmaterial von Händlern. Umherziehende Holzfäller, aber auch die Dorfbewohner verkaufen Holz an Zwischenhändler. Durch den steigenden Holzbedarf und den lukrativen Verkauf steigt die Abholzung in der Nähe der Siedlungen. Fehlt der Baumbestand, kann sich die Wüste ungehindert ausbreiten.
Ausweitung des Hirseanbaus
Die Anbauflächen für Hirse werden immer weiter ausgedehnt. Hinzu kommt, dass die Brachezeit vernachlässigt wird, um die Produktion zu steigern. Dies ist allerdings nur kurzfristig möglich, denn die Böden werden übernutzt und Ernteausfälle sind die Folge.
